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Keto bei Diabetes

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Bei der ketogenen Ernährung wird weitestgehend auf Kohlenhydrate verzichtet und im Gegenzug besonders viel Fett konsumiert, um die Fettverbrennung und den Fettstoffwechsel anzuregen. Doch ist Keto auch eine für Diabetiker geeignete Ernährungsform oder sollte man bei Diabetes besser von der fettreichen Ernährung absehen? Wir erklären, wann man Keto bei Diabetes durchführen kann und worauf man achten sollte.

Diabetes ist nicht gleich Diabetes: Es gibt den Typ-1- und den Typ-2-Diabetes. Beide unterscheiden sich stark in Art, Krankheitsverlauf und Behandlung. Diabetiker des Typ-1-Diabetes sollten ihren Arzt konsultieren, bevor sie mit einer ketogenen Ernährung starten. Bei einer ketogenen Ernährung müssen sie besonders auf ihre Zucker- und Ketonwerte achten. Bei Typ-2-Diabetikern sieht das anders aus - hier kann eine ketogene Ernährung sogar helfen, die Krankheit zu behandeln und sie möglicherweise sogar verdrängen.

Typ-1-Diabetiker - besonderes Risiko

Bei einem Typ-1-Diabetiker kann der Körper nur eingeschränkt oder sogar gar kein Insulin herstellen, um den Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit zu senken. Um diesen trotzdem zu reduzieren, wird regelmäßig Insulin verabreicht - meistens gespritzt. Da bei einer ketogenen Ernährung der Blutzuckerspiegel nur minimal ansteigt, eignet sich diese Ernährungsform grundsätzlich für jemanden, der selbst kein Insulin bilden kann. Jedoch sind die zu verabreichenden Mengen oft so standardisiert, dass nach bzw. zwischen den Mahlzeiten grundsätzlich Insulin gespritzt wird. Benötigt der Körper jedoch diese gespritzte Menge Insulin gar nicht, wie es bei der ketogenen Ernährung der Fall ist, kann der entstehende Insulin-Überschuss ernsthafte Leberschäden verursachen.

Andersherum kann zu wenig gespritztes Insulin in Kombination mit Keto schnell eine gefährliche Ketoazidose verursachen. Der Körper beginnt Ketonkörper zu produzieren, wenn er zu wenig Insulin produziert. Dies ist bei Keto eigentlich gewollt. Bei einem Typ-1-Diabetiker kann das körpereigene Insulin jedoch zu viele Ketonkörper nicht mehr steuern, sodass diese schnell das Blut übersäuern können. Dies kann die Gesundheit gefährden. Möchte man als Typ-1-Diabetiker eine ketogene Ernährung leben, müssen sowohl Zucker- als auch Ketonkörperwerte immer mit der Verabreichung der richtigen Menge an Insulin verbunden sein. Daher muss dringend ein Arzt beurteilen, ob eine ketogene Ernährung überhaupt geeignet ist.

Keto bei Diabetes: Insulin als Typ-1-Diabetiker

Typ-2-Diabetiker - mögliche Rettung

Für Typ-2-Diabetiker bietet Keto ganz andere Möglichkeiten. Der Typ-2-Diabetes wird meistens durch eine andauernde Insulinresistenz hervorgerufen. Daher ist es ratsam, den Körper wieder für das Hormon zu sensibilisieren.

Werden stets hohe Mengen an Kohlenhydraten aufgenommen, kann der Körper das zur Blutzuckersenkung ausgeschüttete Insulin irgendwann nicht mehr effektiv nutzen. Das bedeutet, dass er immer mehr Insulin benötigt, um die gleiche Menge Zucker aus dem Blut abzuführen.

Bei einer ketogenen Ernährung wird die Menge der täglich aufgenommenen Kohlenhydrate drastisch eingeschränkt. So lernt der Körper, wieder sensibler auf das Hormon zu reagieren. Das liegt daran, dass er durch die niedrigere Aufnahme von Kohlenhydraten auch weniger Insulin produzieren und sich gleichzeitig an eine neue Energiequelle gewöhnen muss. Mit der Zeit reagieren die Zellen dann wieder besser auf das ausgeschüttete Insulin und Zucker kann wieder schneller, mit weniger Insulinaufwand, aus dem Blut abtransportiert werden.

Da Diabetiker des Typ 2 häufig an Übergewicht leiden, bringt die ketogene Ernährung für sie einen zusätzlichen Pluspunkt mit - die Fettverbrennung. Durch die Umstellung der Hauptenergiequelle des Körpers muss Fett verbrannt werden, um Energie bereitzustellen. Deshalb nehmen Typ-2-Diabetiker häufig in Kombination mit einer ketogenen Ernährung ab. Dies lindert nicht nur die Symptome des Diabetes, sondern reduziert auch die Fettleibigkeit deutlich. Einige Studien zeigen sogar, dass Typ-2-Diabetiker die Krankheit durch eine gezielte ketogene Ernährung umkehren und sich so von der Krankheit heilen können.

Keto bei Diabetes Typ-2-Diabetes bei Fettleibigkeit

Fazit

Grundsätzlich ist Keto auch für Diabetiker möglich. Diese Ernährung empfiehlt sich jedoch weitaus weniger für Typ-1- als für Typ-2-Diabetiker. Wer sich mit einem Typ-1-Diabetes ketogen ernähren möchte, sollte unbedingt vorab mit seinem Arzt sprechen, um die Tauglichkeit dieser Ernährungsform für sich selbst beurteilen zu lassen. Diabetiker des Typ 2 können hingegen deutliche Erfolge, sowohl im Hinblick auf die Krankheit als auch im Hinblick auf das zu verlierende Körperfett und -gewicht verzeichnen.

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