Keto und das Immunsystem

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Zurzeit beschäftig uns weltweit eine Viruserkrankung, die anders als die „gewöhnliche“ Grippe, das öffentliche Leben weitgehend lahmlegt. Dabei geht es jetzt in erster Linie darum, die zu erwartenden Fallzahlen gering zu halten und ihr Auftreten über einen möglichst langen Zeitraum zu strecken („flatten the curve“), um die, die am stärksten gefährdet sind, zu schützen und jene, die schwer erkrankt sind, bestmöglich zu versorgen.

Es gilt also besonnen und vernünftig zu reagieren, jedoch ohne Panik. Neben den Maßnahmen zum Schutz unserer Mitmenschen sollten wir uns auch fragen, wie wir uns selbst vor viralen Erkrankungen schützen können.

Hier geht es aber nicht ums Händewaschen, das inzwischen jedes Kind perfekt beherrschen sollte, sondern um Keto und das Immunsystem und die Frage, ob auch die ketogene Ernährung einen Beitrag zum Gesundbleiben leisten kann.

Abwehrkräfte durch Keto und Intervallfasten

Kann eine ketogene Ernährung den Körper im Kampf gegen Viren unterstützen?

Eine schlechte Ernährung (viele „leere“ Carbs, zu wenig Mikronährstoffe, schlechte Fette) und Übergewicht können das Immunsystem schwächen.

Insofern leistet eine nährstoffreiche, im Energiegehalt individuell angemessene Ernährung selbstverständlich einen Beitrag zur Vorbeugung, nicht nur gegenüber viralen Infekten. Doch wie sieht es speziell mit der ketogenen Ernährung aus?

Infektionen mit Viren führen unter anderem zu oxidativem Stress und Entzündungen im Körper. Bekannt ist, dass eine ketogene Ernährung antioxidativ und antientzündlich wirkt. Die entzündungshemmende Wirkung kommt zustande, indem Ketone direkten Einfluss auf Teile des Immunsystems nehmen (1).

Dabei muss aber berücksichtigt werden, dass wir zur Abwehr von Krankheitserregern die Entzündung und den oxidativen Stress dringend benötigen: Sie sind es, die den Keimen den Garaus machen (sollen). Doch wenn die Situation überschießt oder zu lange anhält, kann sie eben auch gesunde Strukturen schädigen. Deswegen kann es hilfreich sein, mit einer ketogenen Ernährung gegenzusteuern.

Studien am Menschen gibt es dazu meines Wissens noch nicht. Seit letzten Herbst liegt aber eine Studie an Mäusen vor. Darin konnte gezeigt werden, dass die Hälfte aller mit Influenzaviren infizierte Mäuse überlebte, wenn die Tiere ketogenes Futter bekamen (2). Die Mäuse, die mit üblichen, kohlenhydratreichen Pellets gefüttert worden waren, sind dagegen allesamt gestorben.

Zudem waren die Lungen der ketogen ernährten Mäuse weniger stark von der Infektion in Mitleidenschaft gezogen, die Tiere hatten mehr Abwehrzellen (Gamma-T-Zellen) und konnten mehr schützenden Schleim in ihren Lungen bilden. Zwar sind Mäuse keine Menschen, die Studie zeigt jedoch, dass eine ketogene Ernährung prinzipiell das Potenzial zur Unterstützung des Körpers im Kampf gegen Virusinfektionen hat.

Kokosöl hat auch antivirale Eigenschaften

Kokosöl, das in der ketogenen Ernährung eine große Rolle spielt, verfügt über antivirale Eigenschaften gegen diverse Erreger. Ob diese auch gegenüber aktuellen viralen Infektionen greifen, ist allerdings noch nicht untersucht.

Eine Verlautbarung von den Philippinen kam zu dem Schluss, dass es gute Hinweise aus vorklinischen Studien auf antivirale Wirkungen von Kokosöl und seinem wichtigsten Bestandteil Laurinsäure gebe und dass sein Verzehr sicher ist. Man könne es daher generell zur Vorbeugung viraler Infekte empfehlen (3).

Kokosöl bei Keto

Keto – aber bitte richtig gesund! Und bei Bedarf supplementiert!

Wichtig ist bei alledem, dass die ketogene Ernährung gut zusammengestellt ist, mit ausreichend hochwertigem Eiweiß (das Immunsystem besteht praktisch aus Eiweiß), mit ausreichend Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen, die ebenfalls zur Stärkung des Immunsystems beitragen. Neben Vitamin C (gerne auch sehr hoch dosiert) und Zink sollte jetzt auch auf eine gute Versorgung mit Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren geachtet werden.

In Zeiten hoher Belastung kann die Nahrung hierzu manchmal nicht ausreichen, sodass Supplemente sinnvoll sind – aber bitte nur in Absprache mit einem Experten, der oder die sich damit gut auskennt!

Bleibt gesund!

Quellen

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